Programm 29. September 2026 *

Power of Electronics liefert Erkenntnisse von Branchenexperten.

Power of Electronics 2026 bietet Entwicklern, Ingenieuren und Technikern das entscheidende Wissen und praxisnahe Werkzeuge um ihre Produkte schnell und ohne Fehler zu realisieren. Finden Sie farblich markiert im Programm, den für Sie passenden Themenschwerpunkt. Die Vorträge finden jeweils parallel in unterschiedlichen Räumen statt.


Der Kongress für Elektronikentwickler

 – Tag 1 –


REGISTRIERUNG & BEGRÜßUNG IM VOGEL CONVENTION CENTER

8:00 - 9:00 Uhr

Check-in & Welcome Coffee

9:00 - 9:10 Uhr

Begrüßung der Teilnehmer im Plenum

Hendrik Härter

ELEKTRONIKPRAXIS

Michael Richter

Michael Richter

ELEKTRONIKPRAXIS

9:15 - 10:45 Uhr

Vortragsblock am Vormittag - Teil I

Wärmemanagement (Cooling)

9:15 - 10:45 Uhr

Anschauliche Versuche zu optimierten Kühlstrategien in der Elektronik

Prof. Andreas Griesinger

Leiterplattentechnik

9:15 - 10:15 Uhr

Einstieg in die HDI-Technik – Chancen und Grenzen von partiellem HDI

Michael Schwitzer

Michael Schwitzer

CiBOARD electronic

Stefan Weigelt

CiBOARD electronic

10:15 - 10:45 Uhr

HDI – auf Anhieb richtig für die Fertigung

Uwe Dörr

Uwe Dörr

Eurocircuits

Power-Design

9:15 - 9:45 Uhr

Vortragstitel in Abstimmung

N.N.

RECOM Power

9:45 - 10:45 Uhr

Genaue Messung von Kernverlusten in magnetischen Materialien

Lukas Müller

Lukas Müller

Micrometals Inc.

Kreislaufwirtschaft

9:15 - 10:15 Uhr

Closed-Loop-Recycling und Upcycling von Rezyklaten: Flammgeschützte Hochleistungskunststoffe für
Elektronikgehäuse und -komponenten

  • Vortragsbeschreibung

    Der zunehmende regulatorische Druck sowie steigende Marktanforderungen fördern den Einsatz recycelter Kunststoffe in Elektro und Elektronik-Anwendungen wie Gehäusen, Steckverbindern und weiteren flammsensitiven Bauteilen. Dabei stellen insbesondere die Variabilität von PCR-/PIR-Feedstocks, verbliebene Additive sowie die gleichzeitige Sicherstellung von Flammschutz, mechanischer Leistungsfähigkeit, Verarbeitbarkeit und Recyclingfähigkeit zentrale Herausforderungen dar. Der Beitrag präsentiert eine integrierte, materialengineering-getriebene Pipeline zur Überführung von Rezyklaten in Flammschutz-Compounde auf Basis von PP, PA und PC/ABS. Zentrale Elemente sind die systematische Feedstock-Charakterisierung und -Klassifizierung, die Entwicklung synergetischer halogenfreier Flammschutzsysteme sowie gezielte Strategien zur Re-Additivation, Stabilisierung und Compatibilisierung der Rezyklate. Ergänzt wird dies durch verarbeitungs- und serienorientierte Compoundierungsansätze sowie eine anwendungsnahe Validierung mittels Feuerprüfungen wie UL 94, Cone Calorimetry und GWIT sowie mechanischer Performance. Darüber hinaus wird gezeigt, dass sowohl die Rezyklierbarkeit der flammgeschützten Kunststoffe als auch die gezielte Aufwertung (Upgrading) von Rezyklaten aus unterschiedlichen Markt- und Rohstoffquellen möglich ist. Die Ergebnisse zeigen, dass durch geeignete Upcycling- und Formulierungsstrategien die Leistungsfähigkeit recycelter Polymere signifikant gesteigert werden kann, während gleichzeitig Flammschutzmittelgehalte, spezifikationsnahe mechanische Eigenschaften und eine gute Skalierbarkeit erreicht werden. Damit leistet der Ansatz einen Beitrag zur Umsetzung von Umweltzielen und Recyclingquoten und eröffnet neue Möglichkeiten für den Einsatz recycelter Hochleistungskunststoffe in regulierten Elektronikanwendungen.

Dr. Michael Großhauser

10:15 - 10:45 Uhr

Batterie-Recycling – Anforderungen an die Fabrik Automation, Stand der Technik und Perspektiven

Dr. Andreas Letsch

Dr. Andreas Letsch

Bosch Rexroth

Workshop

9:15 - 9:45 Uhr

Durchgefallen bei leitungsgebundenen Emissionen – würden Sie dieses Gerät retten? (EMV-Emission)

  • Beschreibung

    Im Fokus steht die Analyse eines DC/DC-Wandlers. Teilnehmer erleben live, wie ein durchgefallenes Design Schritt für Schritt optimiert wird: 

    • Präzise Diagnose: Einblicke in den Prüfaufbau mit Netznachbildung (LISN) und die messtechnische Trennung von Gegentakt- und Gleichtaktstörungen. 
    • Methoden-Check: Vergleich der Messergebnisse zwischen LISN und Stromkoppelzange für eine effiziente Fehlersuche in der Praxis. 
    • Gezieltes Filtern: Live-Einbau von Filterelementen an unterschiedlichen Stellen. Es wird direkt sichtbar, welches Bauteil gegen welche Störart wirkt und warum die Platzierung über den Erfolg entscheidet. 

9:45 - 10:15 Uhr

Übungen an den Messaufbauten

10:15 - 10:45 Uhr

Störfestigkeit unter Kontrolle - Messtechnik trifft Leistungselektronik (EMV-Störfestigkeit)

  • Beschreibung

    Wie robust reagiert die Schaltung, wenn Störungen gezielt eingekoppelt werden? In diesem Modul wird die Robustheit der Elektronik auf die Probe gestellt: 

    • Stress-Test in der TEM-Zelle: Beobachtung der Effekte, wenn Leistungselektronik durch gezielte Einkopplung außer Tritt gerät. 
    • Fehlerlokalisierung: Einsatz der Schnüffelsonde, um kritische Stellen im Design aufzuspüren. Teilnehmer können selbst messen und nachvollziehen, welche Bereiche – wie Displays, Temperaturmessungen oder Steuerungssignale – besonders empfindlich reagieren.
    • Design-Härtung: Ableitung konkreter Strategien, um die Störfestigkeit bereits in der Entwicklungsphase gezielt zu prüfen und zu verbessern. 
Thomas Eichstetter

Thomas Eichstetter

EMV und HF-Technik Eichstetter / Dozent an der OTH Regensburg

Relaistechnik

9:45 - 10:15 Uhr

Begrüßung der Teilnehmer des Anwendertreff Relaistechnik (im Raum: Heisenberg)

Kristin Rinortner

Kristin Rinortner

ELEKTRONIKPRAXIS

10:15 - 10:45 Uhr

Relais-Basics: Elementarrelais I

  • Vortragsbeschreibung

    Dem Relais als Grundbauteil in der Elektrotechnik fällt eine wichtige Rolle zu: Das Schalten und Trennen von Schaltkreisen sowie die Isolation zwischen unterschiedlichen Stromkreisen. Hierfür ist es für die Anwendungsentwicklung notwendig, die wichtigsten Grundeigenschaften von Relais zu verstehen, um die richtigen Relais richtig in seine Anwendung zu integrieren. Diese werden unter Bezug der Interaktion von Relais mit der Anwendung vorgestellt und es wird auf typische Sachverhalte hingewiesen. Es wird Bezug genommen auf Themen wie: Wärme, Isolation, Umwelteinflüsse, Lebensdauer, elektrische Sicherheit, Brandschutz und Zuverlässigkeit - mit dem Ziel dem Anwender von Relais eine Basis zu schaffen, um die Eigenschaften von Relais im Kontext der eigenen Anwendung beurteilen zu können.

Jürgen Steinhäuser
Christoph Oehler

Christoph Oehler

Panasonic Industry Europe

10:45 - 11:15 Uhr

Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

11:15 - 12:15 Uhr

Vortragsblock am Vormittag - Teil II

Wärmemanagement (Cooling)

11:15 - 12:15 Uhr

Anschauliche Versuche zu optimierten Kühlstrategien in der Elektronik

Prof. Andreas Griesinger

Leiterplattentechnik

11:15 - 11:45 Uhr

HDI-Multilayer ohne Kostenexplosion

11:45 - 12:15 Uhr

PCB-Oberflächen unter Extrembedingungen – Hohe Ströme • Hohe Spannungen • Hohe Temperaturen

  • Vortragsbeschreibung

    Leiterplattenoberflächen sind längst mehr als ein Korrosionsschutz oder eine Voraussetzung für gute Lötbarkeit. Mit steigenden Leistungsdichten, höheren Betriebstemperaturen und wachsenden Anforderungen an Zuverlässigkeit und Lebensdauer werden sie zu einem entscheidenden Element der Baugruppenperformance.

    Der Vortrag beleuchtet die heute relevanten Oberflächenfinishs – von HASL über chemisch Zinn und chemisch Silber bis hin zu ENIG, ENEPIG und galvanischen Edelmetalloberflächen. Neben den jeweiligen Prozessprinzipien werden insbesondere deren Auswirkungen auf Lötbarkeit, thermische Belastbarkeit, Alterungsverhalten, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit diskutiert. Dabei werden auch physikalische Zusammenhänge wie intermetallisches Phasenwachstum und Diffusionsprozesse verständlich eingeordnet.

    Anhand typischer Anwendungsbeispiele wird gezeigt, warum es keine universell beste Oberfläche gibt und welche technischen sowie wirtschaftlichen Kriterien für eine fundierte Auswahl entscheidend sind. Ziel des Vortrags ist es, Entwicklern, Fertigungsingenieuren und Entscheidungsträgern eine belastbare Grundlage für die Auswahl geeigneter Oberflächen in modernen Elektronikanwendungen zu vermitteln.


    Die Teilnehmer nehmen aus diesem Vortrag mit:

    • Wie sie auf Basis der realen elektrischen und thermischen Lasten ihrer Applikation bessere Designentscheidungen treffen können, um das optimale Oberflächenfinish auszuwählen.
    • Methoden, um die Kosten und Risiken verschiedener Oberflächenveredelungen im Vorfeld realistischer einzuschätzen und so Feldfehler zu minimieren.
    • Das notwendige Fachwissen, um im Entwicklungsprozess gezielter und effizienter mit Fertigungspartnern (Leiterplattenherstellern und EMS) zu kommunizieren
Markus Voeltz

Power-Design

11:15 - 11:45 Uhr

Effekte mit erheblichem Einfluss auf Kernverluste

11:45 - 12:15 Uhr

Wenn Standard versagt – warum Netzteile zur Schlüsseltechnologie werden

  • Vortragsbeschreibung

    Standard-Netzteile stoßen schnell an ihre Grenzen, sobald Anwendungen besondere Anforderungen stellen – sei es durch extreme Umweltbedingungen, spezielle Normen, lange Lebenszyklen oder zusätzliche Funktionen wie Datenkommunikation. In vielen Branchen wird das Netzteil dadurch von einer austauschbaren Komponente zur kritischen Systemlösung, die individuell angepasst werden muss, um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit langfristig zu gewährleisten.

Hermann Püthe

Hermann Püthe

inpotron Schaltnetzteile GmbH

Kreislaufwirtschaft

11:15 - 11:45 Uhr

Recycled plastics don’t work…Until they do! A designer’s playbook to circular electrical products.

(Vortrag auf Englisch)

  • Vortragsbeschreibung

    Recycled plastics are often seen as too inconsistent for electrical and electronic products. But the real challenge is not the material, it is the design. In this lecture, Thijs Feenstra, lead author of the INCREACE Playbook, shows how product developers can use practical circular design strategies to successfully apply recycled plastics in new products. Building on the widely adopted PolyCE Design Guide, the new INCREACE Playbook translates European research into actionable methods for design, material selection and product architecture. A central element is the Recyclability Assessment Tool (RAT), which helps designers evaluate and improve product recyclability from the earliest design stages. Participants will leave with pragmatic tools, insights and examples to develop future-proof, circular electrical products.

Thijs Feenstra

Thijs Feenstra

PEZY Group

11:45 - 12:15 Uhr

Vortragstitel in Abstimmung

Thijs Feenstra

N.N.

Kurtz Ersa

Workshop

11:15 - 11:45 Uhr

Durchgefallen bei leitungsgebundenen Emissionen – würden Sie dieses Gerät retten? (EMV-Emission)

  • Beschreibung

    Im Fokus steht die Analyse eines DC/DC-Wandlers. Teilnehmer erleben live, wie ein durchgefallenes Design Schritt für Schritt optimiert wird: 

    • Präzise Diagnose: Einblicke in den Prüfaufbau mit Netznachbildung (LISN) und die messtechnische Trennung von Gegentakt- und Gleichtaktstörungen. 
    • Methoden-Check: Vergleich der Messergebnisse zwischen LISN und Stromkoppelzange für eine effiziente Fehlersuche in der Praxis. 
    • Gezieltes Filtern: Live-Einbau von Filterelementen an unterschiedlichen Stellen. Es wird direkt sichtbar, welches Bauteil gegen welche Störart wirkt und warum die Platzierung über den Erfolg entscheidet. 

11:45 - 12:15 Uhr

Übungen an den Messaufbauten

Thomas Eichstetter

Thomas Eichstetter

EMV und HF-Technik Eichstetter / Dozent an der OTH Regensburg

Relaistechnik

11:15 - 12:15 Uhr

Relais-Basics: Elementarrelais II

  • Vortragsbeschreibung

    Dem Relais als Grundbauteil in der Elektrotechnik fällt eine wichtige Rolle zu: Das Schalten und Trennen von Schaltkreisen sowie die Isolation zwischen unterschiedlichen Stromkreisen. Hierfür ist es für die Anwendungsentwicklung notwendig, die wichtigsten Grundeigenschaften von Relais zu verstehen, um die richtigen Relais richtig in seine Anwendung zu integrieren. Diese werden unter Bezug der Interaktion von Relais mit der Anwendung vorgestellt und es wird auf typische Sachverhalte hingewiesen. Es wird Bezug genommen auf Themen wie: Wärme, Isolation, Umwelteinflüsse, Lebensdauer, elektrische Sicherheit, Brandschutz und Zuverlässigkeit - mit dem Ziel dem Anwender von Relais eine Basis zu schaffen, um die Eigenschaften von Relais im Kontext der eigenen Anwendung beurteilen zu können.

Jürgen Steinhäuser
Christoph Oehler

Christoph Oehler

Panasonic Industry Europe

12:15 - 13:00 Uhr

Mittagspause und Besuch der Ausstellung

DISZIPLINÜBERGREIFENDER KEYNOTE-VORTRAG

13:00 - 13:45 Uhr

Der Digitale Produktpass: Konzept, Umsetzung und Herausforderungen in der industriellen Praxis

  • Vortragsbeschreibung

    Der Digitale Produktpass (DPP) entwickelt sich immer weiter zu einem zentralen Instrument für Transparenz, Nachhaltigkeit und Datenverfügbarkeit entlang des gesamten Produktlebenszyklus. 


    Ausgehend von einem konkreten Industrie-Use-Case werden Anforderungen, Architekturansätze und organisatorische Veränderungen aufgezeigt, die zur erfolgreichen Einführung des DPP erforderlich sind. Dabei wird deutlich, dass der DPP nicht nur ein IT-Projekt, sondern ein ganzheitliches Daten- und Transformationsvorhaben über Unternehmens- und Lieferketten hinweg ist.


    Auf Basis weiterer Beispiele werden allgemeine Lösungsansätze, etwa zur Datenintegration, Anwendungsorientierung und Skalierung, diskutiert. Abschließend adressiert der Beitrag zentrale Anforderungen in der industriellen Praxis, insbesondere hinsichtlich Datenqualität, Interoperabilität, Governance und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette.

Dr. Kai Lindow

Dr. Kai Lindow

Fraunhofer IPK

Jochen Zapf

Jochen Zapf

Schaeffler

14:00 - 15:30 Uhr

Vortragsblock am Nachmittag - Teil I

Wärmemanagement (Cooling)

14:00 - 15:30 Uhr

Entwicklungsbegleitende Temperatursimulation – Entwicklung eines Entwärmungskonzeptes an einem Praxisbeispiel (Teil I)

Tobias Best

Tobias Best

ALPHA-Numerics

Leiterplattentechnik

14:00 - 14:30 Uhr

Effiziente Qualitätssicherung mit CCI-Systemen - Layoutvorgaben und automatische Schutzlackinspektion

  • Vortragsbeschreibung

    Die Schutzlackierung elektronischer Baugruppen gewinnt angesichts steigender Anforderungen an Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Einsatzbedingungen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Entwicklung, Layout und Fertigungsprozesse, da bereits in frühen Designphasen entscheidende Weichen für eine prozesssichere und wirtschaftliche Umsetzung gestellt werden müssen. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie durch geeignete Layoutvorgaben und eine gezielte Bauteilauswahl die Voraussetzungen für eine automatisierte Schutzlackierung geschaffen werden können. Typische Herausforderungen aus der Praxis werden erläutert und durch konkrete Design-for-Coating-Empfehlungen ergänzt. Zusätzlich wird ein Überblick über gängige Beschichtungsprozesse in modernen Lackieranlagen gegeben und deren Einfluss auf Qualität, Reproduzierbarkeit und Produktionsleistung aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die automatisierte Qualitätssicherung mittels Conformal Coating Inspection (CCI). Anhand praktischer Beispiele wird dargestellt, wie Fehler frühzeitig erkannt und Prozesse nachhaltig stabilisiert werden können.

Denny Bartels

14:30 - 15:00 Uhr

Niedrigschmelzende Lotegierungen im Praxistest: Nachhaltig Löten ohne Kompromisse bei der Zuverlässigkeit?

  • Vortragsbeschreibung

    Niedrigschmelzende Lotlegierungen gelten als vielversprechender Ansatz, um den Energieverbrauch in der Elektronikfertigung zu senken und gleichzeitig den thermischen Stress empfindlicher Bauteile zu reduzieren. Doch wie zuverlässig sind diese Legierungen im praktischen Einsatz?


    Der Vortrag präsentiert aktuelle Ergebnisse des Forschungsprojekts R2 des Fachverbund iBFE und vergleicht verschiedene niedrigschmelzende Lotlegierungen mit etablierten SAC-Loten. Untersucht wurden unter anderem die Zuverlässigkeit unter Temperaturwechselbelastung, die Porenbildung im Reflowprozess sowie die mechanischen Eigenschaften der Lötverbindungen.

    Die Ergebnisse zeigen ein überraschend positives Bild: Mehrere niedrigschmelzende Lotlegierungen erreichten eine höhere Zuverlässigkeit als SAC-Lote bei Temperaturwechseltests zwischen -40 °C und +105 °C. Gleichzeitig traten geringere Porenanteile auf selbst ohne Vakuum und die Lötqualität entsprach den industriellen Anforderungen auch bei hohen Transportgeschwindigkeiten. Elektrische Ausfälle wurden während der Untersuchungen nicht beobachtet.


    Gleichzeitig wirft die Studie neue Fragen auf. Warum steigen die Scherkräfte bestimmter Legierungen nach Temperaturwechseln an? Welche Rolle spielen unterschiedliche Bruchmodi und die Porenbildung für die Langzeitzuverlässigkeit? Und weshalb unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich von früheren Untersuchungen?


    Der Vortrag gibt einen fundierten Einblick in den aktuellen Forschungsstand, zeigt das Potenzial niedrigschmelzender Lotlegierungen für eine nachhaltige Elektronikfertigung auf und erläutert, welche Untersuchungen derzeit laufen, um offene Fragen zur industriellen Anwendung zu beantworten. Damit erhalten Entwickler und Fertigungsexperten eine realistische Einschätzung, wo Low-Temperature-Soldering heute bereits überzeugt und wo noch Forschungsbedarf besteht.


David Dudek

David Dudek

Trainalytics

15:00 - 15:30 Uhr

Fachgerechte Anlage von CAD-Design-Bibliotheken

  • Vortragsbeschreibung

    Die Bibliothek in Ihrem CAD-Systems ist das Herz Ihres Designs. Eine Schwachstelle oder gar ein Fehler in der Bibliothek führt zu Mehrkosten oder im schlimmsten Fall zu Ausschuss. 

    Die fachgerechte Anlage einer Bibliothek ist alles andere als trivial, denn nicht nur die maßhaltige Anordnung von Pads und Bohrungen sind wichtig, auch die Fertigungsvorgaben für die Leiterplatte und Baugruppe müssen berücksichtigt werden. Beschaffungslogistik und Obsoleszenzmanagement sind weitere Herausforderungen.

    Der Vortrag erläutert die Bestandteile eines Bauteils in der Bibliothek und gibt einen Einblick in die wichtigsten Fertigungsvorgaben. Außerdem wird ein Blick auf Möglichkeiten der Bibliotheksorganisation geworfen.

Power-Design

14:00 - 15:00 Uhr

Virtuelle Impedanz und virtuelle Kapazität auf DC/DC-Ebene – Dynamische Stromversorgungen für stabile Energiesysteme

  • Vortragsbeschreibung

    Digitale DC/DC-Wandler ermöglichen durch geeignete Regelungsstrategien die Emulation virtueller Impedanz- und Kapazitätseigenschaften auf DC-Ebene. Diese softwarebasierten Netzeigenschaften beeinflussen maßgeblich die Dynamik von DC-Zwischenkreisen, DC-Verteilnetzen und gekoppelten AC-Systemen und gewinnen mit zunehmender Durchdringung leistungselektronischer Erzeuger und Speicher an Bedeutung. Der gezielte Einsatz virtueller Impedanz und Kapazität erlaubt dabei eine verbesserte Dämpfung von Systemresonanzen, eine kontrollierte Stromaufteilung zwischen parallelen Wandlern sowie eine erhöhte Robustheit gegenüber Last- und Erzeugungsschwankungen.


    Der Vortrag behandelt den Stand der Technik zur Implementierung virtueller Impedanz und virtueller Kapazität in digitalen DC/DC-Wandlern. Es werden zugrunde liegende Regelungsarchitekturen, typische Parametrierungsansätze sowie deren Einfluss auf Stabilität, Dynamik und Leistungsfluss analysiert. Darüber hinaus werden Wechselwirkungen mit nachgelagerten Systemen und systemische Design-Trade-offs diskutiert. Die vorgestellten Konzepte zeigen, wie digitale DC/DC-Wandler zur Entkopplung von Hardwareeigenschaften und Systemverhalten beitragen und damit skalierbare, adaptive und betrieblich robuste Stromversorgungskonzepte für Energiesysteme ermöglichen.

Andreas Federl

Andreas Federl

TH Deggendorf

Tim Fraunholz

Tim Fraunholz

Elec-Con Technology

15:00 - 15:30 Uhr

Optimales Design von EMV Filtern

Lukas Müller

Lukas Müller

Micrometals Inc.

Kreislaufwirtschaft

14:00 - 15:00 Uhr

Podiumsdiskussion zum Thema Produktpass

15:00 - 15:30 Uhr

Potentiale digitaler Produktpässe in der Elektronik-Industrie auf Basis von Erkenntnissen aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie

Marvin Manoury

Marvin Manoury

Fraunhofer IPK

Workshop

14:00 - 14:30 Uhr

Durchgefallen bei leitungsgebundenen Emissionen – würden Sie dieses Gerät retten? (EMV-Emission)

  • Beschreibung

    Im Fokus steht die Analyse eines DC/DC-Wandlers. Teilnehmer erleben live, wie ein durchgefallenes Design Schritt für Schritt optimiert wird: 

    • Präzise Diagnose: Einblicke in den Prüfaufbau mit Netznachbildung (LISN) und die messtechnische Trennung von Gegentakt- und Gleichtaktstörungen. 
    • Methoden-Check: Vergleich der Messergebnisse zwischen LISN und Stromkoppelzange für eine effiziente Fehlersuche in der Praxis. 
    • Gezieltes Filtern: Live-Einbau von Filterelementen an unterschiedlichen Stellen. Es wird direkt sichtbar, welches Bauteil gegen welche Störart wirkt und warum die Platzierung über den Erfolg entscheidet. 

14:30 - 15:00 Uhr

Übungen an den Messaufbauten

15:00 - 15:30 Uhr

Störfestigkeit unter Kontrolle - Messtechnik trifft Leistungselektronik (EMV-Störfestigkeit)

  • Beschreibung

    Wie robust reagiert die Schaltung, wenn Störungen gezielt eingekoppelt werden? In diesem Modul wird die Robustheit der Elektronik auf die Probe gestellt: 

    • Stress-Test in der TEM-Zelle: Beobachtung der Effekte, wenn Leistungselektronik durch gezielte Einkopplung außer Tritt gerät. 
    • Fehlerlokalisierung: Einsatz der Schnüffelsonde, um kritische Stellen im Design aufzuspüren. Teilnehmer können selbst messen und nachvollziehen, welche Bereiche – wie Displays, Temperaturmessungen oder Steuerungssignale – besonders empfindlich reagieren.
    • Design-Härtung: Ableitung konkreter Strategien, um die Störfestigkeit bereits in der Entwicklungsphase gezielt zu prüfen und zu verbessern. 
Thomas Eichstetter

Thomas Eichstetter

EMV und HF-Technik Eichstetter / Dozent an der OTH Regensburg

Relaistechnik

14:30 - 15:30 Uhr

Relais-Basics: Grundlagen Halbleiter- und Hybridrelais

  • Vortragsbeschreibung

    In diesem Vortrag betrachten wir verschiedene Aspekte von Halbleiterrelais, den inneren Aufbau und für welche Art von Anwendungen sie am besten geeignet sind. Zudem wird der Unterschied aufgezeigt von klassischen Solid State Relais (SSR) und Leistungshalbleitern auf MOSFET oder IGBT Basis. Danach werden die physikalischen Eigenschaften von Halbleiterrelais genauer betrachtet und die Unterschiede in der Anwendung zu elektromechanischen Standardrelais (EMR) herausgearbeitet. In einem Ausblick werden Hybridschaltungen mit Solid State Relais und mechanischen Relais für zukünftige DC Anwendungen diskutiert.


    Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

    • Es werden die grundlegenden Eigenschaften von Leistungshalbleitern besprochen mit möglichen Ansteuer- und Schutzbeschaltungen.
    • Die physikalischen und Grenzen der Bauelemente Thyristor, MOSFET und IGBT werden eingehend diskutiert.
    • Es werden verschiedene Beispiele gezeigt über die Verwendung von Leistungshalbleitern in Hybriden Schaltmodulen bei hohen Strömen.
Dr. Dieter Volm

Dr. Dieter Volm

Panasonic Industry Europe

15:30 - 16:00 Uhr

Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

16:00 - 17:00 Uhr

Vortragsblock am Nachmittag - Teil II

Wärmemanagement (Cooling)

16:00 - 17:00 Uhr

Entwicklungsbegleitende Temperatursimulation – Entwicklung eines Entwärmungskonzeptes an einem Praxisbeispiel (Teil II)

Tobias Best

Tobias Best

ALPHA-Numerics

Leiterplattentechnik

16:00 - 17:00 Uhr

Zeitgemäße Dokumentationspraktiken für die Anforderungen in Entwicklung und Design

Dr. Marco Häuser

Dr. Marco Häuser

Marco Häuser Design | MHD

Power-Design

16:00 - 16:30 Uhr

Die Qual der Wahl: Pulverkern, Ferrit oder Nanokristalliner Kern?

Dr. Helko Meuche

Dr. Helko Meuche

MB Electronic

16:30 - 17:00 Uhr

EMV ist keine Magie, EMV-Störungen an Wandlern besser verstehen und beseitigen

  • Vortragsbeschreibung

    Historische Entwicklung von EMV in Fahrzeugen: Seit den 1960er Jahren, als Autos erstmals mit Elektronik ausgestattet wurden, stellen elektromagnetische Störungen durch Zündspulen und später Mobiltelefone eine Herausforderung dar, die durch verschiedene Filtertechniken wie Stabkerndrossel gemildert wurden. 

    Moderne EMV-Designansätze: Heutzutage ist es unerlässlich, Störquellen frühzeitig im Designprozess zu berücksichtigen, um EMV-Anforderungen zu erfüllen. In Seminar werden drei Designkonzepte vorgestellt, eines 100W Buck-Boost-Wandlers mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf Kosten, Effizienz und EMV-Optimierung, die jeweils mindestens 95% Effizienz erreichen und EMV-Tests bestehen müssen.

Lorandt Fölkel

Lorandt Fölkel

Würth Elektronik eiSos

Kreislaufwirtschaft

16:00 - 16:30 Uhr

Batteriekreislauf und nachhaltige Rohstoffrückgewinnung

Marvin Manoury

Dr. Timo Siemers (angefragt)

Duesenfeld Recycling

Workshop

16:00 - 16:30 Uhr

Störfestigkeit unter Kontrolle - Messtechnik trifft Leistungselektronik (EMV-Störfestigkeit)

  • Beschreibung

    Wie robust reagiert die Schaltung, wenn Störungen gezielt eingekoppelt werden? In diesem Modul wird die Robustheit der Elektronik auf die Probe gestellt: 

    • Stress-Test in der TEM-Zelle: Beobachtung der Effekte, wenn Leistungselektronik durch gezielte Einkopplung außer Tritt gerät. 
    • Fehlerlokalisierung: Einsatz der Schnüffelsonde, um kritische Stellen im Design aufzuspüren. Teilnehmer können selbst messen und nachvollziehen, welche Bereiche – wie Displays, Temperaturmessungen oder Steuerungssignale – besonders empfindlich reagieren.
    • Design-Härtung: Ableitung konkreter Strategien, um die Störfestigkeit bereits in der Entwicklungsphase gezielt zu prüfen und zu verbessern. 

16:30 - 17:00 Uhr

Übungen an den Messaufbauten

Thomas Eichstetter

Thomas Eichstetter

EMV und HF-Technik Eichstetter / Dozent an der OTH Regensburg

Relaistechnik

16:00 - 17:00 Uhr

Relais-Basics: Anwendung und Verarbeitung von REED-Kontakten und REED-Relais

  • Vortragsbeschreibung

    Durch die Entwicklung der Elektrofahrzeuge hat es auf dem Markt einen Bedarf nach möglichst kleinen und leichten Hochspannungsrelais gegeben. Gerade hier sind Reedrelais gefordert. Reedrelais können mit einer Spulenspannung von 5 V bis zu 1 kV DC schalten bei einer Leistungsaufnahme von 180mW. Die Durchbruchspannung liegt bei so einem Relais bei 3 kV DC über den Schaltkontakt. Um ein solches Relais herzustellen, benötigt es jedoch auch einen besonderen Umgang mit den Reedkontakten oder auch genannt Reedschaltern.


    Ein Reedschalter besteht in der Regel aus zwei Kontaktdrähten (Paddel), die als Basis-Material eine FeNi-Legierung haben und einem Glaskörper mit Schutzgasfüllung (Stickstoff /Wasserstoff ) oder Vakuum (HV-Schalter), dessen Kontaktfl ächen mit Rhodium, Ruthenium oder Iridium beschichtet sind.


    Damit der Glaskörper keine Risse bekommt und das Schutzgas oder das Vakuum nicht entweicht, muss man bestimmte Regeln einhalten, wenn man den Reedkontakt bearbeiten möchte. Hier gibt es zu beachten, dass ein gewisser Mindestabstand zum Glaskörper einzuhalten ist, wenn man die Pins schneiden oder biegen möchte. Ebenso kann der Reedkontakt auch als Positionssensor verwendet werden, was wieder einer speziellen Anordnung von Reed und Magnet bedarf. Hier erhält man durch verschiedene Anordnungen unterschiedliche Schaltergebnisse.


    Das lernen Sie aus dem Vortrag:

    • Was ist ein Reedschalter?
    • Für was werden Reedrelais benötigt?
    • Vor- und Nachteile von Reedrelais
Erich Hörl

Erich Hörl

Standex Electronics

NETWORKING

ab 17:00 - 22:00 Uhr

Wir laden ein zu unsere "Power Hour" ab 17 Uhr in der Fachausstellung mit vielen Möglichkeiten zum Networking mit den Teilnehmern, Referenten und Ausstellern. Anschließend beginnt die Abendveranstaltung im Vogel Convention Center Würzburg (Einlass ab 18 Uhr) – genießen Sie einen Abend in stimmungsvoller Atmosphäre, bei feinem Essen und kühlen Getränken! Seien Sie dabei!

* Änderungen vorbehalten

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