Programm 30. September 2026 *

Power of Electronics liefert Erkenntnisse von Branchenexperten.

Power of Electronics 2026 bietet Entwicklern, Ingenieuren und Technikern das entscheidende Wissen und praxisnahe Werkzeuge um ihre Produkte schnell und ohne Fehler zu realisieren. Finden Sie farblich markiert im Programm, den für Sie passenden Themenschwerpunkt. Die Vorträge finden jeweils parallel in unterschiedlichen Räumen statt.


Der Kongress für Elektronikentwickler

– Tag 2 –


REGISTRIERUNG & BEGRÜßUNG IM VOGEL CONVENTION CENTER

8:00 - 9:00 Uhr

Check In & Welcome Coffee

9:00 - 9:10 Uhr

Begrüßung der Teilnehmer im Plenum

Hendrik Härter

ELEKTRONIKPRAXIS

Michael Richter

Michael Richter

ELEKTRONIKPRAXIS

9:15 - 10:45 Uhr

Vortragsblock am Vormittag - Teil I

Wärmemanagement (Cooling)

9:15 - 9:45 Uhr

Disruptive Kühlarchitektur: Offenporiger Aluminiumguss für Leistungselektronik, KI-Infrastrukturen und Data Center

  • Vortragsbeschreibung

    Die Leistungselektronik und KI-Anwendungen stößen an thermische Grenzen: Konventionelle, geometriebasierte Kühlkörper sind für künftige Leistungsdichten zu groß, zu schwer und volumetrisch ineffizient. Dieser Vortrag präsentiert eine weltweit einzigartige, disruptive Kühlarchitektur, die auf einer neuen Werkstoffklasse – offenporigem Aluminiumguss (PORECOOL) – sowie **neuartigen Wirkungsprinzipien** zwischen Feststoff und Kühlmedium basiert. Diese Materialtopologie durchbricht bestehende Barrieren und definiert den Wärmetransport durch eine fundamentale Umkehrung der Strömungsmechanik von Grund auf um. BSFZ-validierte Referenzdaten belegen, dass dieser Ansatz Bauraum und Gewicht um bis zu 70 % reduziert. Gezeigt werden konkrete Lösungen für CPU-Kühlung, 19"-Systeme und hybride Kunststoffgehäuse. Zum Abschluss erwartet Sie eine exklusive Premiere: Ein technologischer Durchbruch, der diese Kühlarchitektur auf andere Werkstoffe überträgt und die thermischen Grenzen deutlich erweitert.

Eugen Pfeifer

Eugen Pfeifer
AUTOMOTEAM

9:45 - 10:15 Uhr

Kühlkörperkonzepte und Entwärmungslösungen für Power Module

  • Vortragsbeschreibung

    Ein Einblick in die Berechnung und die Auslegung des richtigen Wärmemanagements, welches neben den verschiedenen Arten von Kühlkörpern auch unterschiedlichste Wärmeleitmaterialen berücksichtigt.

    Es wird betrachtet, welche elementaren thermischen Kenngrößen, wie die Verlustleistung, die Umgebungstemperatur und die Wärmeleitfähigkeit, sich auf den Wärmewiderstand auswirken. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Übergang der theoretischen Betrachtung hin zur praktischen Auswahl des optimalen Entwärmungskonzeptes. 

    Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis des Wärmemanagements für ein effizientes thermischen Design und dessen Herausforderungen zu entwickeln.

Jeannine Barth

Jeannine Barth
Fischer Elektronik

10:15 - 10:45 Uhr

Entwicklung eines effizienten Fluidkühlers auf Basis generativer Designsoftware

Tobias Best

Tobias Best

ALPHA-Numerics

Leiterplattentechnik

9:15 - 9:45 Uhr

Vortragsdetails folgen in Kürze

Simon Gumbel

N.N.


9:45 - 10:15 Uhr

Modulare Fertigung statt starrer Linien für schnellere Durchläufe, Variantenfähigkeit und kürzere NPI-Zyklen

Simon Gumbel

N.N.


10:15 - 10:45 Uhr

Automatisierte Produktion von Leistungselektronik mit integrierter datenbasierter Inspektion

  • Vortragsbeschreibung

    Im Vortrag wird ein Konzept zur automatisierten Produktion einer Wallbox mit integrierter Inspektion der einzelnen Fertigungsschritte vorgestellt. Die Besonderheit des Ansatzes liegt in der Nutzung der Fertigungsdaten der Leiterplatte als direkte Grundlage für die automatisierte Prüfung. Im Unterschied zu herkömmlichen bildbasierten Inspektionsverfahren werden keine Vergleichs- oder Referenzbilder benötigt.

    Durch die unmittelbare Ableitung der Prüfkriterien aus den digitalen Fertigungsdaten lässt sich die Qualitätssicherung eng in den Produktionsprozess integrieren. Produktionsabweichungen können frühzeitig erkannt, eindeutig lokalisiert und dem jeweiligen Prozessschritt zugeordnet werden. Dies erhöht nicht nur die Transparenz innerhalb der Fertigung, sondern verbessert auch die Prozessstabilität und die Reproduzierbarkeit der Produktion.

    Anhand des Anwendungsbeispiels Wallbox wird aufgezeigt, wie durchgängige Automatisierung und datengetriebene Inspektion zusammenwirken, um die Effizienz in der Fertigung zu steigern und gleichzeitig hohe Qualitätsanforderungen zuverlässig zu erfüllen. Der vorgestellte Ansatz verdeutlicht das Potenzial moderner, digital gestützter Prüfsysteme für die Elektronikproduktion der Zukunft.

Dieter Bauernfeind

Dieter Bauernfeind

Elec-Con Technology

Karin Donner

Karin Donner

alfavision

Joel Schön

Joel Schön

FAU Erlangen-Nürnberg

Leistungshalbleiter

9:15 - 9:45 Uhr

AI-based „Current-Fed Power Fencing“ for SSPC as DC Protection Device

  • Vortragsbeschreibung

    In diesem Vortrag wird der neuartige KI-Ansatz mit Namen „Current Feeded Power Fencing“ eines DC-Schutzsystems auf Basis einer All-Solid-State-Halbleiterlösung vorgestellt. In Bahntechnikanwendungen und kritischen DC-Netzen der Energietechnik sind neue Lösungen zum Energiesparen, sowie zur Optimierung von Instandhaltungsabläufen durch permanentes Monitoring, aktive Leistungsverteilung und zum Überstromschutz notwendig. Das „Solid-State-Power Contactor – SSPC“ zum „Schalten und Trennen“ in DC-Netzen (SIL2), wurde als Leiterplatte realisiert. 

Maik Hohmann

Maik Hohmann

Temes Engineering GmbH

9:45 - 10:15 Uhr

Vortragstitel in Abstimmung

N.N.

MJC Elektrotechnik GmbH

10:15 - 10:45 Uhr

From Device Innovation to System Value: Choosing the Right Power Module for Efficient Industrial Drives

  • Vortragsbeschreibung

    Industrial power electronics is moving from component selection to full system optimization. At the “Power of Electronics” conference, this presentation explains how industrial customers can translate semiconductor innovation into practical inverter value: lower losses, improved thermal headroom, higher power density, and faster development. Rather than promoting one technology for every case, the talk presents a clear decision framework for IGBT, SiC MOSFET, and hybrid Si/SiC solutions. IGBT remains a strong, cost-effective choice for many industrial drives; SiC becomes compelling where high switching frequency, compact passives, thermal margin, or high-speed motor performance create system-level value; and hybrid modules can bridge cost and efficiency in mixed-load applications. Internal StarPower materials show continuous IGBT and SiC evolution, thermal improvements through TIM and Si3N4 substrates, and next-generation embedded packaging with lower inductance and reduced switching loss. The core customer benefit is simple: StarPower supports the full path from chip and package to inverter application, combining technology breadth, packaging flexibility, application support, and fast innovation cycles.

Marcus Lippert

Ladeinfrastruktur und Energiespeicher / Power Systems

9:15 - 9:45 Uhr

Vortragsdetails folgen in Kürze

Sebastian Nielebock

Sebastian Nielebock

Siemens

9:45 - 10:45 Uhr

Innovative Leistungselektronik für Schnellladestationen im Forschungsprojekt Restladung

  • Vortragsbeschreibung

    Im Forschungsprojekt Restladung wird die Hardware und Software der Leistungselektronik für eine bidirektionale 22 kW DC-Ladestation entwickelt. Es werden folgende Forschungsansätze adressiert:

    1. Effizienzsteigerung durch Drei-Level-Topologie und SiC-Halbleiter mit hoher Schaltfrequen
    2. Implementierung einer Einzelphasenregelung des AC/DC-Wandlers
    3. Optimierung zur automatisierbaren Bestückung der Platinen und Montage der Ladestation
Michael Glashauser

Michael Glashauser

TH Deggendorf

Workshop

9:15 - 10:45 Uhr

Auswahl von Kompensationskomponenten und Analyse der Regelschleife mit LTpowerCAD und LTspice

Thorsten Block

Analog Devices

Sven Rossa

Analog Devices

Relaistechnik

9:15 - 9:45 Uhr

Relais-Märkte im Wandel: Trends und Chancen in den Zukunftsmärkten Solar, Speicher & E-Mobilität

9:45 - 10:15 Uhr

Herausforderung DC für Schaltgeräte

N.N.

Open Direct Current Alliance (ODCA) (angefragt)

10:15 - 10:45 Uhr

Hochspannungs-DC-Relais statt Trennschalter bei Spannungen bis 1.500 VDC

  • Vortragsbeschreibung

    Die rasante Elektrifizierung bringt Gleichstromsysteme an ihre Grenzen. Das Laden von Elektrofahrzeugen entwickelt sich in Richtung 1.500 V Gleichstrom, bei Energiespeichersystemen werden durch hybride Solaranlagen häufig mehr als 1.000 V Gleichstrom erreicht, und Gleichstromnetze finden zunehmend Anwendung in der Fabrikautomation (FA) und der Gebäudeautomation (BA). Trotz steigender Spannungen und Stromstärken verlangt der Markt weiterhin nach kompakten, leichten und kostengünstigen Lösungen, die eine zunehmende Leistungsdichte ermöglichen. Herkömmliche Hochspannungs-Gleichstrom-Trennschalter sind sperrig und erfordern eine Verdrahtung über Schraubklemmen, was zu größeren Abmessungen, einer komplexeren Verkabelung und höheren Montagekosten führt.


    In dieser Präsentation wird ein neuer Ansatz vorgestellt, der auf dem Hochspannungs-Gleichstromrelais G9KD von OMRON basiert, das für Spannungen bis zu 1.500 VDC ausgelegt ist und mit Leiterplattenanschlüssen erhältlich ist. Der kompakte Formfaktor für die Leiterplattenmontage und der geringe Kontaktwiderstand ermöglichen eine geringere Wärmeentwicklung, eine höhere Leistungsdichte sowie erhebliche Einsparungen bei Verkabelung, Platzbedarf, Gewicht, Arbeitsaufwand und Gesamtsystemkosten. Dieser Vortrag behandelt auch OMRONs gaslose Lichtbogenunterbrechungstechnologie, die eine zuverlässige Schaltung bis zu 1.500 VDC / 40 A und 1.000 VDC / 150 A ermöglicht. Fortschrittliche Lichtbogensimulation und magnetische Lichtbogensteuerung ermöglichen bidirektionale, flexible und effiziente Gleichstromarchitekturen der nächsten Generation.

Fabrizio Petris

Fabrizio Petris

Omron Electronic Components Europe B.V.

10:45 - 11:15 Uhr

Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

11:15 - 12:15 Uhr

Vortragsblock am Vormittag - Teil II

Wärmemanagement (Cooling)

11:15 - 11:45 Uhr

Vier Parameter, ein Ziel: Der Weg zum optimalen Rippenkühlkörper

  • Vortragsbeschreibung

    Wie lassen sich Rippenkühlkörper mit möglichst geringem Aufwand thermisch optimal auslegen? Viele Entwickler nutzen das, was gerade im Regal liegt, oder sie denken an aufwändige numerische Optimierungen. Existieren möglicherweise robuste Gestaltungsregeln, mit denen bereits im ersten Entwurf eine nahezu optimale Lösung erreicht werden kann?

    Im Vortrag werden die Ergebnisse von Simulationen vorgestellt, in denen der Einfluss von Finnenabstand, Finnendicke, Finnenlänge und Basisdicke auf die thermische Performance systematisch untersucht wurde. Die Analysen zeigen, dass sich hieraus überraschend stabile Zielbereiche für die Auslegung von Aluminium-Rippenkühlkörpern ableiten lassen.

    Anhand des Vergleichs mit Optimierungsrechnung für einige Szenarien wird gezeigt, wie nah ein ausschließlich nach diesen Daumenregeln ausgelegter Kühlkörper an die Performance einer optimierten simulierten Lösung herankommt.

    Die Teilnehmer erhalten ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Wärmeleitung und Konvektion sowie praxisnahe Gestaltungsregeln, mit denen sich Rippenkühlkörper schneller, fundierter und oft bereits im ersten Entwurf mit hoher thermischer Güte auslegen lassen.

Jan Wanior

Jan Wanior
MB-Electronic

11:45 - 12:15 Uhr

Vortragsdetails folgen in Kürze

Thomas Menrath
Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB

Leiterplattentechnik

11:15 - 11:45 Uhr

Elektronik robust konstruieren: Häufige Fehler bei den 7 Gehäusefunktionen eines mechatronischen Produktes - Ein Erfahrungsbericht

Steffen Braun

Steffen Braun

MDI Mechatronisches Design & Innovationen

11:45 - 12:15 Uhr

Elektronik robust konstruieren II - Auswahl der HMI

Steffen Braun

N.N.


Leistungshalbleiter

11:15 - 11:45 Uhr

Halbleiterbasierte AC-Circuit Breaker

  • Vortragsbeschreibung

    Der Vortrag stellt Lösungen vor, wie Halbleiter als Schalter in AC-Applikationen zum Einsatz kommen und geht dabei auf die spezifischen Probleme bezüglich Verlustleistung und Überspannungsbeherrschung ein.

    Die dargestellte Systematik wird anhand von Schaltern für Mittelspannungsnetze erläutert, die Inhalte lassen sich aber auf Systeme kleinerer Wechselspannung skalieren.


    Kurz zusammengefasst:

    • Aufbau von AC-fähigen Schaltern mit Thyristoren, IGBT und MOSFET
    • Betrachtung von Verlustleistung
    • Methoden zur Beherrschung der auftretenden Überspannungen beim
    •  Ausschalten
Dr. Martin Schulz

11:45 - 12:15 Uhr

Wie aggressive Kühlung Leistung und Lebensdauer beeinflusst

  • Vortragsbeschreibung

    Der Vortrag stellt die Entwicklung eines neuen Ansatzes zum Aufbau von Halbleitern dar. Nach der Machbarkeitsstudie 2024 und dem Prototypenaufbau 2025 zeigen jetzt Messungen am seriennahen Produkt, wie sich die verbesserte Kühlung auf die Lebensdauer und die Effizienz der Halbleiter auswirkt und wie viel die Leistungsdichte steigt.

    Messungen am Objekt und Simulationen mit Fahrprofilen zeigen, welchen Gewinn man mit "mehr Kühlung" gegenüber "mehr Silizium" erreichen kann.


    Kurz zusammengefasst:

    • Ändert man das Dogma der Isolation ergeben, sich neue Möglichkeiten der Optimierung
    • Leistungselektronik profitiert in allen Aspekten von besserer Kühlung
    • Der integrierte Aufbau reduziert die Systemkomplexität bei vereinfachtem thermischen Management
Dr. Martin Schulz

Ladeinfrastruktur und Energiespeicher / Power Systems

11:15 - 11:45 Uhr

Vortragsdetails folgen in Kürze

N.N.



11:45 - 12:15 Uhr

Vortragsdetails folgen in Kürze

N.N.



Workshop

11:15 - 12:15 Uhr

Regelschleifen im Labor messen – Praxis mit dem LTpowerAnalyzer

Thorsten Block

Analog Devices

Sven Rossa

Analog Devices

Relaistechnik

11:15 - 11:45 Uhr

Einschaltströme verstehen und vermeiden – von Transformatoren bis Schaltnetzteile: Physik, Ursachen und Lösungen für sicheres Schalten

  • Vortragsbeschreibung

    Beim Schalten von Transformatoren, Schaltnetzteilen und anderen Lasten treten Einschaltströme auf, die ein Vielfaches des Nennstroms erreichen und Relaiskontakte, Halbleiter und Sicherungen überlasten. Der Vortrag erklärt anhand realer Messungen die physikalischen Ursachen – von der Spannungszeitfläche und Magnetflussänderung bis zur Rolle von Remanenz und Einschaltwinkel – und zeigt den Unterschied zwischen induktiven und kapazitiven Vorgängen. Im Fokus stehen praxistaugliche Lösungen wie phasenbewusstes Schalten, Vormagnetisierung und TSR-Relais, mit denen sich der Inrush zuverlässig begrenzen lässt.

Manuel Beha

11:45 - 12:15 Uhr

Entwicklung eines Relais für die Fahrzeugtechnik mit Value Proposition Design

Dietmar Koops

Dietmar Koops

E-T-A Elektrotechnische Apparate

12:15 - 13:00 Uhr

Mittagspause und Besuch der Ausstellung

DISZIPLINÜBERGREIFENDER KEYNOTE-VORTRAG

13:00 - 13:45 Uhr

Disruption - oder warum wir erst hinterher sehen, dass wir es vorher hätten wissen können!

  • Vortragsbeschreibung

    Aufmerksame Beobachter kennen vielleicht den Effekt: Überrascht stellt man fest, dass alle Fernseher flach aber viele deutlich größer geworden sind, kaum noch jemand schreibt Briefe, Mobiletelefone werden nur noch untergeordnet zum namensgebenden Telefonieren verwendet, bekannte Marken sind vom Markt verschwunden, andere haben deren Platz eingenommen, oder es ist gleich ein ganz neuer Markt entstanden. Was ist da passiert? Warum hat das niemand vorhergesagt? Meistens hat das jemand vorhergesagt, wurde aber nicht gehört. Disruption durch technologischen Fortschritt wird häufig übersehen, falsch eingeschätzt oder sogar gezielt klein geredet, bis hin zur kompletten Leugnung. Aber warum? In dem kurzweiligen Vortrag wird der Frage nachgegangen was Disruption ist, wie sie funktioniert und warum sie so oft übersehen wird.

Guido Körber

Guido Körber

Code Mercenaries / Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)

14:00 - 15:00 Uhr

Vortragsblock am Nachmittag - Teil I

Wärmemanagement (Cooling)

14:00 - 14:30 Uhr

Mikrothermografie zur Charakterisierung thermisch hochleitfähiger Verbindungen

  • Vortragsbeschreibung

    Thermisch hochleitfähige und zugleich zuverlässige Sinterverbindungen sind eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Verbindungstechnologien in Mikro- und Leistungselektronik. Am Zentrum für Wärmemanagement (ZFW) wurde eine neue Messmethode zur Bestimmung der thermischen Widerstände an dünnen, thermisch hochleitfähigen Verbindungen entwickelt. Der Einsatz von Mikrothermografie erlaubt es, selbst dünne Schichten von wenigen Mikrometern aufzulösen. Der Vortrag stellt das Messverfahren sowie die zugehörige Apparatur vor und diskutiert geeignete Auswertestrategien einschließlich Unsicherheitsbetrachtungen. Es werden Ergebnisse aus einer aktuellen Studie zu wärmeleitfähigen Klebstoffen, Lot- und Sinterverbindungen vorgestellt. Abschließend werden Potenziale der Methode für weitere Anwendungen und die thermische Charakterisierung komplexer Schichtsysteme aufgezeigt.

Oliver Roser

Oliver Roser

Zentrum für Wärmemanagement (ZFW)

14:30 - 15:00 Uhr

Gap Pads der nächsten Generation: Designfreiheit trifft thermische Effizienz

  • Vortragsbeschreibung

    Steigende Leistungsdichten moderner Elektronik und der zunehmende Einsatz von Top-Side-Cooling stellen neue Anforderungen an wärmeleitfähige Materialien. Klassische, planare Gap-Pads stoßen bei variierenden Bauteilhöhen und komplexen Baugruppentopografien zunehmend an ihre Grenzen. Der Vortrag stellt ein neuartiges, patentiertes Verfahren zur additiven Herstellung dreidimensionaler Gap-Pads vor, das eine bislang nicht erreichbare Gestaltungsfreiheit im Wärmemanagement ermöglicht. Auf Basis eines extrusionsbasierten 3D-Druckprozesses können nahezu beliebige 3D-Konturen, lokal variierende Höhen, Steg- und Dome-Strukturen sowie gezielt ausgelegte Wärmepfade direkt aus thermisch leitfähigem TPE gefertigt werden. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen Kompression und effektiver Wärmeleitfähigkeit sowie der Vergleich von spritzgegossenen und additiv gefertigten 3D-Gap-Pads auf Basis der thermisch leitfähigen TPEs Keramold®. Messungen zeigen, dass 3D-gedruckte Gap-Pads trotz eines geringfügig niedrigeren nominellen Materialleitwerts durch reduzierte effektive Schichtdicken, optimierte Kompressionszonen und bauteilangepasste Stegstrukturen eine praxisgerechte thermische Performance erreichen. Der Vortrag beleuchtet insbesondere das Potenzial des 3D-Drucks für Prototyping und Kleinserien, da er schnelle Designiterationen, hohe Anpassungsfähigkeit und signifikante Kosten- und Zeitvorteile gegenüber werkzeuggebundenen Verfahren ermöglicht. Damit bieten 3D-Gap-Pads einen praxisnahen Ansatz für effizientes Top-Side-Cooling in zukünftigen Elektroniksystemen.

Simon Gumbel

Leiterplattentechnik

14:00 - 14:30 Uhr

Additiver Lötstopplack: mehr Designfreiheit, Optimierung von Hochspannungsbereichen und Nachhaltigkeit

  • Vortragsbeschreibung

    Mit steigender Integrationsdichte, feineren Strukturen und neuen Anforderungen an Funktionalität und Nachhaltigkeit stoßen klassische Lötstoppverfahren zunehmend an ihre Grenzen. Mit dem additiven Lötstopplack – auch als digitaler oder Inkjet-Lötstopp bezeichnet – eröffnet sich ein neuer Ansatz: Statt die gesamte Leiterplattenoberfläche zu beschichten und anschließend Bereiche wieder freizulegen, wird der Lack digital und gezielt nur dort aufgebracht, wo er tatsächlich benötigt wird.

    Diese Technologie schafft neue Möglichkeiten für das Leiterplattendesign und die Fertigung. Definierte Lackstufen, gezielte Kantenabdeckungen oder lokal angepasste Lackdicken ermöglichen Lösungen, die mit konventionellen Verfahren nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind. Gleichzeitig unterstützen feinere Strukturen die Anforderungen moderner Fine-Pitch-Bauelemente.

    Darüber hinaus kann der additive Lötstopplack zusätzliche Funktionen direkt in die Leiterplatte integrieren – beispielsweise dynamische QR-Codes, Markierungen, mechanische Stützstrukturen oder Vergussrahmen. Besonders für Anwendungen mit hohen Spannungen bietet die gezielte Applikation neue Möglichkeiten, Isolationsbereiche zu optimieren und elektrische Abstände flexibel zu gestalten.

    Neben den technischen Vorteilen bietet der digitale Auftrag auch ökologische Potenziale: Durch den reduzierten Materialeinsatz sowie geringeren Energieverbrauch und weniger Prozessschritte können Ressourcen geschont und Emissionen reduziert werden.

    Der Vortrag zeigt, welche neuen Design- und Fertigungsmöglichkeiten additive Lötstopplacke eröffnen, welche Anwendungen bereits profitieren und wie die Technologie dazu beitragen kann, Leiterplatten leistungsfähiger, nachhaltiger und flexibler zu gestalten. Entwickler und Fertigungsexperten erhalten einen praxisnahen Einblick in eine Technologie, die traditionelle Grenzen des Lötstopplacks verschiebt.

Michael Matthes

Michael Matthes

Würth Elektronik CBT

14:30 - 15:00 Uhr

Thermisches Management für die Leiterplatte: Die Rolle von gedruckten Heatsink-Pasten

Tobias Borgert

Tobias Borgert

Lackwerke Peters

Leistungshalbleiter

14:00 - 14:30 Uhr

Disrupting High Voltage Applications using Low Voltage GaN FETs in Multi-kW Isolated Converters

14:30 - 15:00 Uhr

GaN Power Devices in Automotive Applications and Relevant Measurements

  • Vortragsbeschreibung

    The growing electrification of automotive systems has increased the demand for advanced power semiconductor technologies capable of delivering higher efficiency, faster switching speeds, and compact converter designs. Gallium Nitride (GaN) power devices have emerged as a promising solution due to their ability to operate at high frequencies with reduced switching losses and improved power density. The performance of GaN devices is strongly influenced by their electrical characteristics, which directly affect switching behavior and converter efficiency. This presentation provides an overview of GaN technology in automotive applications, discusses how device-level design approaches, such as substrate termination, influence electrical behavior, and highlights the measurement techniques used to characterize switching performance and validate optimization strategies.

Nikita Smriti Lugun

Nikita Smriti Lugun

Siglent Technologies Germany GmbH

Ladeinfrastruktur und Energiespeicher / Power Systems

14:00 - 14:30 Uhr

Write the f****g manual

Guido Körber

Guido Körber

Code Mercenaries / Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)

14:30 - 15:00 Uhr

Wie hilft Simulation, zuverlässige Elektronik durch elektrische, thermische und mechanische Simulation zu entwickeln?

  • Vortragsbeschreibung

    Diese Präsentation zeigt, wie Simulation dazu beiträgt, zuverlässige Elektronik in Bezug auf elektrische, thermische und mechanische Aspekte zu entwickeln.

    Durch die Möglichkeit einer Analyse vor der Existenz von Prototypen hilft der Ansatz, kostspielige Neugestaltungen zu vermeiden und die Systemoptimierung zu beschleunigen. Numerische Simulationen von Bauteilen wie Leiterplatten, Steckern, Kabeln und Gehäusen unterstützen die Entwicklung von Designs hinsichtlich mechanischer, thermischer und elektrischer Zuverlässigkeit.

Frank Weiand

Frank Weiand

CADFEM Germany

Workshop

14:00 - 15:00 Uhr

Von der Power Rail bis zum Schaltknoten: Probing-Strategien in der Leistungselektronik

  • Vortragsbeschreibung

    Ob bei der Fehlersuche an der Stromversorgung im Serverschrank oder bei der Entwicklung am eigenen Netzteil: Wer an Leistungselektronik misst, steht vor demselben Problem. Kaum ein Messpunkt liegt sauber auf Masse, und ein falsch angesetzter Tastkopf verfälscht nicht nur das Ergebnis, sondern gefährdet Prüfling, Messtechnik und Anwender. Anhand typischer Messaufgaben, von kleinen Signalen auf schwimmendem Bezugspotential bis zu schnellen Flanken auf hohem Potential, zeigt der Vortrag, wie Tastkopfwahl, Masseführung und Oszilloskop-Konfiguration über die Aussagekraft einer Messung entscheiden. Ebenso wird eingeordnet, wo die Grenzen der jeweiligen Messmethode liegen.

Patrick Gold

Patrick Gold

Pico Technology

Relaistechnik

14:00 - 14:30 Uhr

Logikrelais einfach programmieren

Joop Roering

14:30 - 15:00 Uhr

Koppelrelais und Module als intelligentes Relais

Simon Davis

Simon Davis

Phoenix Contact

15:00 - 15:30 Uhr

Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

15:30 - 16:30 Uhr

Vortragsblock am Nachmittag - Teil II

Wärmemanagement (Cooling)

15:30 - 16:00 Uhr

Wärmemanagement in der Leistungselektronik: Das Potenzial von Speziallegierungen und Metallverbunden

  • Vortragsbeschreibung

    Das Wärmemanagement in der Elektronik ist von entscheidender Bedeutung, da Wärme ein unvermeidliches Nebenprodukt des Betriebs ist. Übermäßige Wärme beeinträchtigt die Leistung, verkürzt die Lebensdauer, führt zu Bauteilausfällen und birgt Sicherheitsrisiken. Die für das Wärmemanagement geeigneten Materialien reichen von monometallischen Legierungen über Metallmatrix-Verbundwerkstoffe bis hin zu speziell entwickelten Streifen. Die herausragenden Eigenschaften dieser Materialien werden vorgestellt und typische Anwendungsbeispiele erläutert.  

Dr. Björn Reetz

Dr. Björn Reetz

Materion Brush

16:00 - 16:30 Uhr

Kleine Thermal-Sensorapplikationen für die Industrie

N.N.

digid

Leiterplattentechnik

15:30 - 16:30 Uhr

Flussmittelentwicklung für das selektive Löten mit Lötrobotern: Anforderungen beim Laser-, Induktiv- und Kolbenlöten

Leistungshalbleiter

15:30 - 16:30 Uhr

Mit sauberer Datenbasis Obsoleszenzrisiken strategisch steuern

Dominik Göttler

Dominik Göttler

Dominik Göttler Consulting

Ladeinfrastruktur und Energiespeicher / Power Systems

15:30 - 16:00 Uhr

Präzise Wirkungsgradmessung von Servernetzteilen zur Erlangung der 80-PLUS-Zertifizierung

Timothy Hertstein
Stergios Dimakis

16:00 - 16:30 Uhr

Bidirektionale Batteriesysteme für die Ladeinstrastruktur von morgen

Guido Eckers

Guido Eckers

EA Elektro-Automatik

Workshop

15:30 - 16:30 Uhr

TDR-Messungen verstehen und anwenden: Von der Impedanzanalyse bis zur Fehlerlokalisierung

  • Vortragsbeschreibung

    Der Signalpfad moderner Hochgeschwindigkeitsschnittstellen ist eine Kette aus Steckverbindern, Übergängen und Leitungsabschnitten. Schon eine einzelne Impedanzstörung darin kann die Übertragung stören, ohne dass eine Ader unterbrochen ist. Und wenn eine bewegte Leitung nach Wochen im Betrieb ausfällt, hilft auch der bestandene Durchgangstest nicht weiter. Die Zeitbereichsreflektometrie zeigt in beiden Fällen nicht nur, dass ein Fehler vorliegt, sondern in welchem Abschnitt er sitzt, zerstörungsfrei und über einen einzigen Anschlusspunkt.

     

    Der Workshop vermittelt das fachliche und methodische Rüstzeug, um TDR-Messungen zielgerichtet einzusetzen. Anhand typischer Anwendungsfälle wird gezeigt, wie sich Impedanzverläufe entlang einer Leitung interpretieren, Übergänge an Steckverbindern bewerten und Fehlerstellen auf den Millimeter genau lokalisieren lassen. Ebenso wird eingeordnet, welche Ortsauflösung erreichbar ist und wo die Methode an ihre Grenzen stößt.

Patrick Gold

Patrick Gold

Pico Technology

Relaistechnik

15:30 - 16:00 Uhr

Nachhaltige Produktion in der Elektronik mit Betrachtung von Bauteilen und deren Verwendung 

Prof. Christoph Herrmann

Prof. Christoph Herrmann

TU Braunschweig 

16:00 - 16:30 Uhr

Policy Update Nachhaltigkeit & Umwelt

ENDE POWER OF ELECTRONICS 2026

16:30 Uhr

Verabschiedung und Ausblick 2027

Hendrik Härter

ELEKTRONIKPRAXIS

Michael Richter

Michael Richter

ELEKTRONIKPRAXIS

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